Der Podcast mit Geschmack! Tapper trifft Jens Segebrecht, Juror beim Kulinarischen Stern

Shownotes

Zu Gast:

Jens Segebrecht, Kaufmann, Genussmensch und Jurymitglied

Geschäftsführer EDEKA Schlemmermarkt in Hannover, Jurymitglied der Wettbewerbe "Die Kulinarischen Botschafter Niedersachen" und "Kulinarischer Stern Sachsen-Anhalt"

Engagiert für regionale Produkte, starke Netzwerke und die Sichtbarkeit der heimischen Ernährungswirtschaft.

Themen dieser Folge:

  • Wer ist Jens Segebrecht?

  • Jurymitglied der ersten Stunde

  • Was macht den Wettbewerb in Sachsen-Anhalt so besonders?

  • Persönliche Highlights

Mehr erfahren:

Infos zur Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt und aktuellen Projekten finden Sie online. Der Podcast wird unterstützt vom Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt.

Weitere Hintergründe zum Wettbewerb „Kulinarisches Sachsen-Anhalt“ gibt es hier: https://amg-sachsen-anhalt.de/beitrag/kulinarische-sterne/

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:13: Ja schön, dass ihr mit dabei seid bei einer neuen Folge von Tapper trifft dem Podcast mit Geschmack.

00:00:19: Hier präsentiere ich euch Menschen aus und für Sachsen-Anhalt die unser Land noch genüsslicher, noch schmackhafter machen Mit ihren Ideen, Produkten, ihrem Mut und auch mit ihrem Einsatz.

00:00:28: Mein heutiger Gast ist Jens Seegebrecht.

00:00:30: Herzlich willkommen erst mal!

00:00:32: Vielen Dank!

00:00:33: Wir werden heute vor allem über die Ausscheidung der kulinarische Stern reden.

00:00:37: Das eine Ehrung einer Würdigung, die in diesem Jahr zum zehnten Malbehalts vergeben wird.

00:00:42: Wer diesen kulinarischen Stern bekommen kann für seine Produkte?

00:00:45: Und wie?

00:00:46: Das erfahren wir durch eines der fünf Jury-Mitglieder nämlich durch sie Damit wir sie ein bisschen besser kennenlernen, die anderen beiden Gäste, die im Podcast bereits zu hören waren.

00:00:57: Herr Bühnemann von der Agrar-Marketinggesellschafte als auch Anja Mandelko.

00:01:00: Die kann sich schon über eine etwas längere Zeit ... Wir lernen uns jetzt gerade mit dem Podcast kennen.

00:01:05: Das macht das Ganze so interessant!

00:01:07: Vielleicht können Sie sich mal vorstellen was sie machen und was sie dann letzten Endes auch zu dieser Jury gebracht hat?

00:01:12: Aber da kommen vielleicht später noch mal ein bisschen zu sprechen.

00:01:14: Aber erst einmal, was Sie gerade so machen um Ihr Werdegang ist.

00:01:18: Ja gerne, vielen Dank.

00:01:19: ich bin Jens sehr gebrecht, ich komme aus Hannover und betreibe in Hannover meinen Edeka Schlemmermarkt auf der Liste Meile.

00:01:26: Das ist neben der Innenstadt Hannovers beliebteste Fußgängerzone.

00:01:30: Ich betreibo dort einen kleinen aber ultra hochfrequenten Markt.

00:01:33: Wir haben in der Woche bis zu zehntausend Kunden die wir betreuen Und wir haben dreißig Mitarbeiter die sich mit viel unternehmerischem Engagement in unserem Edeka Markt um den Verkauf von Spezialitäten, von Genussartikeln aber auch allen Dingen die wir im ticklichen Bedarf als Nachversorger im Edeka anbieten wollen kümmern.

00:01:55: Ich bin... Kaufmann in dritter Generation, schon mein Großvater war in der Lüneburger Heide in Bad Falling-Bostel mit eiernwild geflügelt und kolonialen waren Handlungen vertreten.

00:02:07: Auch auf Wochenmärkten war er immer so unterwegs?

00:02:09: Er hatte einen Schwager, der mit dem Fahrrad mobil für ein Kaufhaus in Alden an der Aller Ausfuhr, waren ausfuhr und das haben die so miteinander organisiert.

00:02:21: Und dieser berühmte Ockel Otto aus der Familie Segebrecht hat ein riesiges Gebiet von Falling-Bostel über Hodenhagen und Walzrode mit dem Fahrrad versorgt.

00:02:30: Unvorstellbar heute!

00:02:32: Das war noch nicht mal ein Lastenrat aber es kam ihm schon sehr nahe.

00:02:36: Bin ich jetzt gerade zu diesem schlimmer Markt wahrgenommen habe?

00:02:39: Also wie kann man sich das vorstellen?

00:02:40: Kann man in jeder Ecke bei ihnen sowas?

00:02:43: sind das ganz besondere Produkte, die sie da haben?

00:02:46: Das sind ganz besondre Produkte.

00:02:47: Wir legen ganz großen Wert darauf, dass wir über dieses normale Sortiment hinaus die wahren für unser Sortiment persönlich aussuchen.

00:02:55: Die Motivation liegt natürlich in der Saison.

00:02:58: jetzt gibt es bei uns den schönen Heidespargeln nachher gibt es die Erdbeeren aus dem Kahlenberger Land Dann gibt es regionale Spezialitäten aus dem gesamten Umfeld-Hanofas und darüber hinaus.

00:03:09: Ganz wichtiger Faktor inzwischen, dass was uns die Jugend, die Influencer, die Podcaster so ins Buch schreiben.

00:03:16: Was man alles haben und anbieten soll!

00:03:18: Und das ist fast wöchentlich neu und wir gehen das alles mit.

00:03:21: Wir spielen es auch auf Insta und haben auch ganz viel Feedback zu unseren Kunden, die uns fragen, was wir machen und können.

00:03:28: Wichtig ist für uns Schlemmermarkt heißt nicht Äthepethete und nicht mit Blattgold und irgendwie so kompliziert sondern da liegt die teure französische Isiniromilchbutter Neben der gute und günstig Butter, das ist Sache des Kunden.

00:03:41: Wie viel Geld er ausgeben möchte?

00:03:43: Und welche Qualität er sich gönnt!

00:03:45: Der schlimmer Markt ist aber immer das Potenzial, sich von allem auch etwas Gutes gönnen zu können.

00:03:50: Ja und Gönner G, das passt denn ja auch.

00:03:52: also gerade wenn man wieder auf die Influencer Produkte kommt vom Montana Black zum Beispiel oder eben auch diese ganz scharfen Chips, die dann vielleicht gerade bei Insta angesagt sind, auch die bekommt man dann bei Ihnen.

00:04:01: Die bekommt

00:04:01: man bei uns und wir kann dann auch bei uns den Skür mit dem Gönnner G mischen und das Ganze probieren.

00:04:09: Ach, ist das lecker.

00:04:10: Das ist schön!

00:04:10: Jetzt haben wir auch ein bisschen verstärkt über Niedersachsen gesprochen.

00:04:13: Wir werden natürlich noch auf Sachsen-Anhalt kommen ansonsten hätte ich sie ja gar nicht eingeladen weil Sie auch eine sehr starke Verbindungsnussachsenanhalt haben.

00:04:20: nochmal ganz kurz zu Ihrem beruflichen Weg in zwei Sätzen.

00:04:25: über das Blut bekommen, dass sie auch im Einzelhandel tätig sind?

00:04:28: Genau.

00:04:28: Ich hab ein paar kurze Abkürzungen genommen.

00:04:31: nach dem Abitur habe ich und nach einer Bundeswehrzeit der Ausbildung zum Reservo-Fizier habe ich noch einen Studium der Veterinärbe ziehen begonnen.

00:04:39: Zum damaligen Zeitpunkt war das sehr kritisch.

00:04:41: die Berufsaussichten waren nicht gut und so bin ich dann doch nochmal spontan rüber als Training in den Handel gewechselt und zur Spahandelserge gegangen.

00:04:48: Hab dort in Hamburg und in Norddeutschland viele verschiedene Betriebe geleitet und verantwortet.

00:04:54: Wann?

00:04:55: Mitte der Neunziger kam die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen.

00:04:58: Das haben wir in einer Familie gestartet und ich war zunächst Geschäftsführer in der Gesellschaft dran.

00:05:02: Ich habe zwei Tausend Zehnten das heute von mir geleitete Unternehmen gekauft übernommen und nach meinen Vorstellungen um- und ausgebaut.

00:05:09: Das klingt nach einem Fulltime Job und nach einer Karriere, die teilweise geplant ist, teilweise auch irgendwie per Zufall entstanden ist.

00:05:18: aber nebenbei haben sie scheinbar So viel Zeit und so viel Herzblut, um auch ehrenamtlich tätig zu sein.

00:05:23: Und ihr wissen weiterzugeben.

00:05:24: was machen sie da?

00:05:25: Ganz definitiv das muss man auch weil jedes Ehrenamt bietet ihm irgendwann auch irgendwas zurück.

00:05:31: und diese Motivation nicht nur sich selber zu entwickeln und über den Tellerrand zu gucken sich zu entwickeln das Wissen anderer mit aufzunehmen und gleichzeitig zurückzugeben, ist ein so wichtiger Faktor.

00:05:42: Ich bin ein ganz großer Anhänger des Ehrenamts und ja die Zeit muss man aufwenden aber wenn man sich vernünftig organisiert dann gelingt es auch.

00:05:51: ich habe angefangen bei der Industrie- und Handelskammer.

00:05:54: als Prüfer für Verkäuferkaufleute und frische Spezialisten hab verschiedene Prüfungsausschüsse geleitet und wenn man in Hannover gesellschaftlich unterwegs ist kommt die Kammer auch auf Idee einen in den Wirtschaftsausschuss der Industrie und Handelskammer, der Stadt Hannover zu berufen.

00:06:09: Und in einem weiteren Evolutionsschritt zum Handelsrichter am Landgericht zu berufen.

00:06:15: Und das sind so die wichtigsten Ehrenämter.

00:06:18: Natürlich bin ich auch in meiner Genossenschaft ehrenamtlich tätig, wir betreiben den Beirat der Edeka Minden Hannover, dessen stellvertretender Vorsitzender ich sein darf und das Einstehen für eigene Interessen und die Gemeinschaft ist mir ja auch im sozialen Bereich wichtig.

00:06:32: Ich bin Past-Präsident des Rotari Clubs Hannover Leibniz und da bündelig gleichzeitig auch alle meine sozialen Aktivitäten für mein Unternehmen und für mich, für uns privat.

00:06:42: Und dieses Weitergeben, also ich will jetzt gar nicht vom Ehrenamt sprechen.

00:06:45: Aber dieses Weitergeben von Ihrem Wissen.

00:06:47: hat sie dann mehr oder mehr nach Sachsen-Anhalt geführt?

00:06:49: Da haben wir quasi die Brücke, oder?

00:06:51: Ja genau!

00:06:52: Die Brücke war... Marketinggesellschaft der Ernährungs- und Agrarwirtschaft in Niedersachsen.

00:06:57: Der damalige Geschäftsführer Dr.

00:06:59: Christian Schmidt hatte durch einen befreundeten Gastronomen, mit dem ich eng zusammengearbeitet hatte von unseren Veranstaltungen Wind bekommen und das waren damals moderierte Menüs und moderierte Veranstaltung auch im größeren Umfeld.

00:07:11: wir haben unter anderem Garten der Herrnhäuser-Gärten, also im Garten des Willembuschmuseums in einem Festzelt tolle Veranstaltungen gemacht mit kulinarischen Themen.

00:07:21: Mit Weinhändlern, mit Gastrokritikern und Köchen und haben das Ganze so Dinner & Entertainment gemacht.

00:07:27: Und dann kam daraus die Zusammenarbeit mit der Marketinggesellschaft.

00:07:32: Der befreundete Koch und Küchenmeister und ich waren auf dem Salon de Augusto in Turin, haben das Land Niedersachsen dort vertreten.

00:07:38: Und aus dieser Zusammenarbeit entstand die Idee der kulinarischen Botschafter Nieder-Sachsens – ein Herstellerwettbewerb bei dem sich die Herstellern mit ihren Produkten bewerben und eine Jury, ebenfalls eine Fachjury, auswählt welche Produkte dort primiert werden können.

00:07:55: Und im dritten Jahr des Erfolgs, des kulinarischen Botschafters Niedersachsens hat die Agrar Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt diesen Wettbewerb gesehen und gedacht das wäre was für Sachsen Anhalt.

00:08:06: Und zu meinem Glück hat man mich gefragt ob ich mir vorstellen könnte gemeinsam mit meiner Kollegin der Sensorikerin Kathrin Mittag damals vom TTZ in Bremerhaven.

00:08:16: heute ist sie beim Alfred Wegener Institut für Meeresbiologie und Polarforschung.

00:08:21: Wir beide haben das große Glück gehabt diesen Wettbewerb begleitend hier nach Sachsen-Anhalt bringen zu dürfen und man hat uns in hervorragender Weise nach unseren gemachten Erfahrungen in Niedersachsen befragt.

00:08:33: Und ich glaube, dass war ein Match.

00:08:35: wenn ich das heute auf zehn Jahre zurückblicke kann ich sagen es macht mir Es macht uns außerordentlich Freude.

00:08:41: die Jury Arbeit intern untereinander Auf dem hohen Niveau der uns jedes Mal weiter bringt ist eine einzige Freude.

00:08:49: Das ist keine Übertreibung, es ist ein Termin im Jahr auf den ich mich neben der Preisverleihung natürlich schon immer das ganze Jahr

00:08:55: freue.".

00:08:56: Und wie so ne Jury-Sitzung stattfindet was da alles passiert?

00:09:00: Darauf gehen wir noch mal einen.

00:09:01: Eine Sensorikerin haben sie schon erwähnt.

00:09:03: Was genau macht die da wenn man sich unter diesem Begriff jetzt weiter gar nichts vorstellen kann?

00:09:07: Das Herangehen von der sensorischen Art ist sicherlich einmal die Flights, also die Artikel, die wir zu Verkosten zu kategorisieren und in den Kategorien nochmal die Reihenfolge des Verkostens festzulegen.

00:09:21: Dann in der Sensorik gibt es verschiedene Parameter bei beschiedenen Tickeln, die man sich genau angucken muss.

00:09:27: Ich nehme mal als Beispiel das Brot.

00:09:29: Das Brot wird zunächst einmal im Ganzen betrachtet ober und unterseite krumme und Unterseite begutachtet dann halb geschnitten.

00:09:36: Dann wird der halbe Leib in dem Ganzen angesehen bevor man eine Scheibe abschneidet dann wird er halbe leib zusammengedrückt um des entstehende organoleptische Gesamteindruckskompagnium in sich aufzunehmen.

00:09:49: ganz einfach gesagt Sehen, riechen, schmecken, fühlen.

00:09:52: Das sind diese sensorischen Eindrücke die wir dort machen und die Sensorikerin nimmt uns immer wieder an die Hand und die Experten in den einzelnen Flights wie zum Beispiel Professor Wolfram Schneckel für den Fleischwurstbereich sind diejenigen Kurifänen die uns dann auf die ganz feinen Details aufmerksam machen die denjenigen der das nicht jeden Tag sieht und verkostet auch noch mal zusätzlich Informationen versorgen.

00:10:16: aber Wesentlicher Fokus ist ja eigentlich Seen, Fühlen, Riechen, Schmecken und diesen Gesamteindruck aller dieser Sinneseindrücke zusammenzuführen.

00:10:24: Und sagen, ist das jetzt für mich gut?

00:10:27: Ist das lecker?

00:10:27: Ist ein wunderschönes Gesamtbild?

00:10:30: Das sind dann auch schon fast die Ansprüche, die wir mindestens an den Artikel haben.

00:10:35: Issen Sie vorher was oder gehen sie da wirklich mit nüchternem Magen an so eine Verkostung?

00:10:40: Also

00:10:40: nicht ganz mit nütterndem Mogen!

00:10:42: Ich persönlich bin großer Freund von Haferflocken.

00:10:46: Das ist nicht nur gesund und mit ein bisschen Heidelbeeren auch Vitamin C haltig.

00:10:50: Also eine kleine Magengrundlage braucht man, für den eigentlichen Jury-Sitzungstag braucht man tatsächlich kein großes Frühstück davor.

00:10:59: aber ich kann auch sagen dass wir es schon geschafft haben nach einem ganzen Jury Sitzungstage noch ein leckeres Menü beim Jury Kollegen Robin Peach zu verzehren.

00:11:11: Den Sternekoch, der Sachsen-Anhalt Strahlen lässt auch gerade was das kulinarische angeht eben der auch mit dabei ist.

00:11:17: Auf den Koffer auch gleich noch mal zu sprechen.

00:11:18: auch gerade wir das Ganze auch noch ergänzt weil fünf sind sie ja Sie sind eines dieser Mitglieder haben das ganze seit zwei tausend siebzehn mit begleitet.

00:11:26: jetzt im zehnten Jahr zum Jubiläum.

00:11:28: ganz kurz zu dieser Geschichte also nochmal was war so die Initialzündung zu sagen?

00:11:32: da mache ich mit.

00:11:34: Die Initialzündung war Gott sei Dank der Ruf von Dr.

00:11:37: Jörg Bühnemann hier nach Haxen-Anhalt zu kommen und den Wettbewerb mitzuentwickeln, natürlich war das Grundkonzept bekannt aber es gibt so einige Parameter im Wettbetrieb die ihn besonders machen auch im Vergleich zum kulinarischen Botschaft der Niedersachsens.

00:11:52: Wir haben in Niedelsachsen nicht dieses klare Prinzip dass ich sehr schätze Das einer gewinnt wie beim Oscar Einer keinen Oscar gewinnen.

00:11:58: Es gibt nominierte schon die Nominierung ist eine große Ehre und dritte und zweite Plätze Im kulinarischen Stern Sachsen-Anhalt sind eine ganz hervorragende Auszeichnung.

00:12:08: Aber nur ein Produkt kann die Topspitze sein, der kulinarische Stern und das so zu tun ist ein sehr sinnvolles Konzept.

00:12:19: Kommen wir noch mal kurz zur Idee hinter dem kulinarischem Stern was man da genau mit bewirken möchte.

00:12:24: Sie haben das mehr oder minder rübergezogen aus Niedersachsen nach Sachsen Anhalt Das, was Sie damit dort in dem Bundesland erreicht haben.

00:12:31: Was konnten sie bereits so in Sachsen-Anhalt damit erreichen?

00:12:34: Wir haben festgestellt parallel zur Entwicklung des Wettbewerbs im Niedersachsen das natürlich eine subjektive Einschätzung der Jury ist es an dieser Stelle wenn ich das sage dass wir eine Verbesserung von Produktqualitäten in bestimmten Kategorien festgestellt haben.

00:12:50: Ich möchte als Beispiel in diesem Jahr ohne dass sich schon etwas zum Wett bewerb sagen Nur mal in die Runde werfen, dass allein im Flight Honig wir bestimmt mehrfach höchste Punktzahlen vergeben haben.

00:13:04: Weil die Qualität schon immer sehr gut war und sich noch einmal gesteigert hat.

00:13:10: Wie entsteht denn so was?

00:13:12: Wie kann so etwas passieren, dass die Qualitätssicht nochmal steigert vielleicht auch mit der persönlichen Wahrnehmung das wie uns selbst als Konsumenten auch verändern?

00:13:19: Nun möglicherweise gibt es die Option, dass sich die Hersteller im Nachgang der Jury-Sitzung bei den Marketinggesellschaften erkundigen wie denn die Kritiken gewesen sind.

00:13:31: Was die Kritikpunkte sind?

00:13:33: Wir haben das in der Anfangszeit der Kulinarischen Botschafter Niedersachsens als richtige Gespräche angeboten mit der Jüri.

00:13:39: allerdings ist das ja schon fast eine gelebte Form der Unternehmensberatung und da haben wir dann auch wieder einstellen müssen konzeptionell.

00:13:48: Aber die Option zu hören, wie das Produkt angekommen ist, ist ja bei uns dadurch gegeben.

00:13:54: Dass wir für jedes Produkt ein zweiseitiges Blatt ausgefüllt haben dieses Jahr zum ersten Mal digital indem wir unsere Sinnes-Eindrücke positiv in negativ festhalten und Verbesserungsvorschläge daraus im Prinzip ableidbar wären.

00:14:10: Haben Sie schon mal festgestellt, dass Produkte dann auch im nächsten Jahr gerade nach Ihrer Beratung wieder neu eingereicht worden sind?

00:14:16: Nachdem man sie vielleicht noch ein bisschen justiert hat und verbessert hat.

00:14:21: Ja

00:14:21: tatsächlich!

00:14:22: Dürfen Sie verhagen was das für ein Produkt war?

00:14:24: Wenn

00:14:25: ich ganz neutral sage, dass man bestimmten Produkten Unsauberkeiten im Herstellungsprozess durch den Faktor Handarbeit anmerken kann, ist nach dem entsprechenden Hinweis ist möglich gewesen, dass das in Top-Qualität im Folgejahr eingereicht worden ist und auch tatsächlich im Folgejar direkt gewonnen hat.

00:14:45: Ich möchte noch mal sagen, dass aber natürlich handwerkliche Prozesse immer ein gewisses Risiko bergen.

00:14:51: also kein Vorwurf von unserer Juryseite an der Stelle sondern gerade weil es Handarbeit ist und nicht nur die reine industrielle Herstellung.

00:14:59: Das wissen wir zu schätzen in unseren Bewertungen.

00:15:02: Selbstverständlich müssen unsere sensorischen Eindrücke ja so objektiv an der Stelle sein, dass wir sagen wenn etwas nicht in Ordnung ist, müssen wir darauf hinweisen.

00:15:10: Warum sind denn solche Wettbewerbe überhaupt wichtig für regionale Unternehmen?

00:15:15: Ich glaube das insbesondere in der Kommunikation dieser Wett bewerben nach außen die Motivation für die Teilnehmer darin bestehen kann ihre Produkte über den Wett Bewerb und danach einem größeren Kreis bekannt zu machen.

00:15:28: ich denke nur mal einen großen Safthersteller, ich glaube jetzt darf ich an der Stelle mal jemanden nennen.

00:15:34: Die Diesdorfersefte.

00:15:36: Wir waren von den Diesdorfern schon mal kulinarisch so begeistert dass sie einen in der ersten Plätze belegt haben und danach sicherlich auch als Synergieeffekt konnte ich durch meine persönlichen Kontakte innerhalb der Edeka-Mindenharnurchfahr dafür sorgen das diese Firma auch eingelistet wurde und wir finden die Diesdorschefte tatsächlich in vielen niedersächsischen Edekafilial.

00:15:58: Und dieses Potenzial über den Wettbewerb, ein neues Publikum zu finden ist genauso interessant wie das sich möglicherweise über die Veranstaltungen oder auch Produkte messen.

00:16:12: einzelnen Hersteller untereinander kennenlernen und vielleicht dort Synergien entstehen.

00:16:16: Ich kann mich erinnern, dass wir in Hannover auf einer Messe einen Ginbrenner- und einen Kafferöster zusammengebracht haben.

00:16:24: Und am Ende ist ein ganz hervorragender Kaffeelikör dabei herausgekommen der zwar keinen Preis beim Botschafter gewonnen hat, der sich aber am Markt unglaublich gut entwickelt hat.

00:16:35: Hauptsache

00:16:36: es schmeckt oder das ist ja letzten Endes auch das was man gerne möchte?

00:16:39: Das ist

00:16:39: auch ganz wichtig hier als Jury.

00:16:41: Wenn nur jedem Wettbewerbsteilnehmer sagen, wenn ein Produkt am Markt erfolgreich ist dann können wir und wollen das nicht ändern.

00:16:49: Dann respektieren wird es in hohem Maße und eine Entscheidung einer Jury wird.

00:16:53: Das möchte ich ausdrücklich betonen immer subjektiv sein.

00:16:57: Wir sind alle Menschen!

00:16:58: Wir bemühen uns um eine größtmögliche Objektivität.

00:17:01: Wir schauen uns auch nicht gegenseitig auf die Zettel oder Computer bei der Bewertung.

00:17:07: Aber wenn ein Produkt besonders gut ist und es geht in Raunen oder in Glänzen und in Strahlen durch alle Augen der Jury, dann ist das genauso deutlich wie wenn sich jemand zur Seite bräuchte und sagt ob ich jetzt mal kurz eine Serviette geben könnte.

00:17:20: Weil es vielleicht nicht ganz so gut geschmeckt hat, oder?

00:17:21: Zum

00:17:22: Beispiel.

00:17:22: Ob man hier aufessen kann – gut!

00:17:24: Wie viele haben sich denn jetzt in diesem Jahr zu dieser Jubiläumsveranstaltung zum Zehnten-Kulinarischen Stern beworben?

00:17:28: Die Bewerbungsphase ist ja durchs.

00:17:30: Sie haben ja oft uns zusammengesessen.

00:17:32: Sie wissen ja eigentlich auch schon mehr gewonnener.

00:17:33: Das haben sie gerade schon mal angedeutet.

00:17:35: Aber wie viele haben die Bewerbungspfase genutzt?

00:17:38: Es waren in diesem Ja über ein Hundertdreißig Produkte, die wir verkostet haben.

00:17:42: Ist das viel?

00:17:43: Ist das wenig?

00:17:43: im Gegensatz?

00:17:44: Was ist

00:17:44: in der Entwicklung des Bettbewerbs?

00:17:46: war's eine stetig ansteigende Bewerberzahl?

00:17:49: Und dann wird ja aufgelistet in verschiedene Kategorien, auch mithilfe der Sensorikerin mich das richtig verstanden habe.

00:17:57: Wie viele Kategoren gibt es denn überhaupt jetzt schon diesen

00:17:59: Jahr?

00:17:59: In den Jahre zum Beispiel haben wir die Produkte in neunzehn kategorieren.

00:18:03: Beurteilt.

00:18:03: Das ist eine ganze Menge und Sie haben ja auch die Bewerberanzeige gerade schon erwähnt, wird der Wettbewerb jetzt irgendwie auch jedes Jahr noch mal angepasst?

00:18:09: Und so nach dem Motto sie haben wir auch von Ihrem Markt gesprochen was jetzt grad so trend ist.

00:18:14: passen Sie das auch an?

00:18:15: also gibt es eventuell auch irgendwie Anbieter von irgendwelchen Energy Drinks oder sowas die auch auf diese junge Marke mit einsteigen.

00:18:24: Also tatsächlich hat sich in den vergangenen Jahren Der wettbewerk immer gestaltet aus dem Angebot der Produkte die eingereicht worden sind Und das liegt natürlich einerseits im Interesse der Firmen, die ihre Produkte einreichen und dazu Marktchancen sehen.

00:18:39: Wir haben aber auch jedes Jahr eine unterschiedliche Anzahl von Produkten in den Kategorien.

00:18:43: Das liegt an den Herstellern – es gibt ja keine Vorgabe wer was oder wie viel einreichen muss oder soll.

00:18:51: Natürlich gibt's auch in der Lebensmittelbaumschule so gewisse Moden, aber wir hatten zum Beispiel in diesem Jahr keine eigene Kategorie für Limonaden Fruchtsefte, wie wir das in den Vorjahren mal hatten.

00:19:03: Das ändert sich von Jahr zu Jahr.

00:19:04: dafür gab es in diesem Jahr viele verschiedene Sorten Bier und eine erkleckliche Anzahl von Weinen, Sekten und Spirituosen.

00:19:12: Die haben Sie zum Schluss getestet oder schon im Vorfeld?

00:19:17: Es bietet sich immer an die alkoholhaltigen Sachen möglichst einen Schluss zu setzen weil sie der objektiven Beurteilung nach dem Genuss in großen Mengen entgegen.

00:19:28: Da wird noch mal angestoßen am Ende, wenn sie durch sind!

00:19:31: Von fünf Jury-Mitgliedern haben wir gesprochen mit ihnen und einem der Protagonisten von einer ersten Stunde an Reden bei heute in unserem Podcast.

00:19:39: Wer flankiert denn ihrer Seite?

00:19:41: Über Robin Peach haben wir ja auch schon gesprochen, jetzt sitzt er auch dabei – und wer

00:19:44: noch?!

00:19:44: Das ist Stefan Schwarz, der ist gelernte Sommelier und Experte für Getränke, Wein, Sex, Spirituosen den anderen Bereichen genauso über seine lange Jury-Mitgliedschaft entzwischen.

00:19:59: gut geschult und gestellt.

00:20:01: Das soll ich nämlich gerade fragen, ob der sich dann wirklich nur um die Getränke kümmert oder auch bei den anderen Sachen mitprobiert?

00:20:06: Nein wir haben uns eigentlich jedes Jury-Jitmitid auf eine bestimmte Kategorie spezialisiert.

00:20:11: Die spricht unsere Neigung.

00:20:13: Ich bin für Milchmolkerei Produkte Käse Und zum Teil auch für Brote Experte.

00:20:19: Meine Kollegin Katrin Mittag macht Brot Fruchtaufstriche Wolfram Schneckel macht Fleischwursterzeugnis.

00:20:26: Aber Es ist so, dass wir uns am Beginn der jeweiligen Flights einmal vom entsprechenden Experten nochmal die Erinnerung rufen was die Parameter für die Beurteilungen sein können.

00:20:36: Aber ansonsten gerade durch die jetzt ja regelmäßige jährliche Teilnahme am Wettbewerb gewinnt man ja auch Erfahrungen die man im Folgejahr wieder einsetzt.

00:20:46: Also sensorisches Gedechenes, kulinarisches Gedächtnis hat diese Jury ganz bestimmt.

00:20:51: Denn wir haben häufig mal eine Rimineszenz an etwas was wir schon mal irgendwo probiert haben oder wen wir in dem Wettbewerb schon Mal gesehen haben.

00:21:01: Ist es aber nicht so, dass Robin denn zur Pfanne greift unter dem Stück Fleisch das sie vorher probiert haben oder vor dem Probieren nochmal anbräht und das mit anderen Produkten zusammenpackt?

00:21:10: Doch tatsächlich.

00:21:11: Ja wirklich!

00:21:11: Robin hat gerade in diesem Jahr sehr etwas für Pfanne gegriffen.

00:21:15: Wir waren in seinem neuen Kochstudio, in seiner neuen Kochschule in Wernigerode.

00:21:20: Die ist so top modern ausgestattet, dass man da auf einer ebenden Fläche in kürzester Zeit alles warm ziehen kann.

00:21:27: Und wir versuchen ja in unserer Jury-Sitzung bei der Verkostung Produkte den Tagesablauf so ein wenig zu imitieren.

00:21:32: Wir fangen mit frühstücksähnlichen Dingen an, Ölgewürze dann vielleicht Richtung Mittag dann fertig Gerichte am Nachmittag vielleicht Kaffee, Gebäck und Abend Bier und Wein in der Richtung mal.

00:21:44: Und wenn es um die Zubereitung der Gerichte geht, bereiten wir sie so zu wie der Hersteller es vorgesehen hat.

00:21:50: So wie die Packung es angibt wieder Kunden, der es zu Hause machen würde so probieren wir das auch.

00:21:55: Und wenn der jeweilige Produzent sagt kann ich kalt oder warm genießen dann probieren die auch kalt und warm.

00:22:01: Wie läuft diese Verkostung ab?

00:22:03: Ist das anonym, wissen Sie von welchem Hersteller dieses Produkt?

00:22:06: Ja definitiv.

00:22:07: Das müssen wir wissen.

00:22:08: Wir begutachten nämlich zunächst auch einmal die Verpackung also dass Glas oder der Beutel oder die Flasche geht rum.

00:22:15: jeder schaut sich das in Ruhe an denn Die verpackung oder der unique sales point fließen mit bis zu drei plus- oder minuspunkten in die beurteilung mit ein.

00:22:26: wir unterscheiden zehn punkte für die sensorik also null bis zehn können maximal erreicht werden.

00:22:32: Und minus drei bis plus drei für die USP, wenn also ein Produkt sensorisch einwandfrei und gut ist und dann noch fantastisch verpackt oder es hat eine moderne Konzeption wie eine Ölflasche, die einen integrierten Ausgießer entwickelt hat oder die einfach manöfakturmäßig wunderschön hergerichtet ist, kann dazu nochmal extra Punkte geben.

00:22:52: natürlich schauen wir uns auch die Unternehmensgeschichten an.

00:22:54: Wenn da ein Unternehmen ist das integrativ tätig ist besondere ökologische Standards erfüllt.

00:23:00: Das sind alles Dinge, die wir uns mit angucken, die ihnen die Bewertung mit

00:23:03: einfließen.".

00:23:05: Sie wissen auf der einen Seite eben wer dieses Produkt eingereicht hat aber gibt und haben auch gewisse Kriterien, die sie gerade erwähnt haben.

00:23:12: Aber gibt es auch manche Entscheidungen?

00:23:14: Die wird nicht so aus dem Bauchgefühl herauskommen, weil die sagen okay ich weiß jetzt wird das gar nicht so einschränken, aber wo sie sagen ok nur noch mal im Bauch gefühlt ist das ein Topprodukt.

00:23:24: also bauchgefühlen

00:23:27: Sie haben ihre Vorgaben.

00:23:29: Darauf achten wir, ne?

00:23:30: Aber auf einmal kommt zum Produkt ... Das muss ja noch nicht mal schön zubereitet sein oder so was oder schön verpackt sein, sondern da sitzen sie einfach davor und essen das und sagen, wow!

00:23:41: Das ist cool.

00:23:42: Damit fühl ich mich einfach

00:23:43: wohl.

00:23:43: Das ist dann bei uns allen wirklich eher ein Gaumengefühl.

00:23:47: Wir haben es mit dem Löffel- oder Messer oder wie immer gerade im Gaumen.

00:23:53: Und das ist der Memeffekt.

00:23:56: Ein Bauchgefühl habe ich manchmal, wenn ich ein Produkt sehe oder ich lese eine Beschreibung und sage, das ist jetzt was, worauf wir uns freuen.

00:24:02: Da gibt es einen Wurst aus diesen und jenen Zutaten da bin ich ganz doll gespannt und dann ist es vielleicht doch nicht das Produkt auf das ich mich gefreut habe.

00:24:11: aber diese Wow-Effekte entstehen in dem Moment wo man es im Gaumen hat Auf der Zunge, auf den Geschmacksknospen.

00:24:17: Dann ist die Situation, wo ich eben sagte Wenn ich dann in leuchtende Augen gegenüber auf der anderen Tischseite blicke, dann weiß ich Gute Artikel.

00:24:26: Nach welchen Beginn?

00:24:27: noch mal ganz kurz auf die Kriterien rein?

00:24:28: Also wonach entscheiden Sie, ob denn dieses Produkt ein Stern bekommt oder nicht?

00:24:32: und die Punktevergabe?

00:24:34: Es ist eigentlich ganz geschickt geregelt.

00:24:36: dadurch dass wir jeder für sich die Punkte vergeben zehn Punkte für die Sensorik minus drei bis plus drei für den Unix Sales Point und die Geschichte der Unternehmensgeschichte werden wir am Ende des Flights die Punkte zusammenziehen und welches Produkt die meisten Punkte auf sich vereint, das ist das Beste.

00:24:57: Und selten kommt es vor dass wir mal Punktgleichheit haben.

00:25:00: dann müssen wir nochmal überlegen vielleicht nachjustieren aber in der Regel finden sich zwischen dem ersten zweiten und dritten Produkt genügend Punktabstände die es rechtfertigen.

00:25:12: warum dann eines den Stern bekommt?

00:25:15: Ich kann mal ein aktuelles Beispiel nehmen, gerade auch in der letzten Folge hatten wir Antje Mandelko da von Kelles Submarnefaktur aus Klänen in der Altmark.

00:25:23: Die sich glaube ich auch jedes Jahr beworben hat und wir wissen ihre Produkte kommen gut an sogar gelistet im KDW in Berlin und die hat sich gefragt nachdem ich auch sagte im nächsten Podcast ist Herr Segebrecht da eben von den kulinarischen Sternen.

00:25:35: sie hätte schon so viele Produkte eingereicht es hat noch nie zum Stern gereicht.

00:25:38: also deswegen vielleicht nochmal ganz kurz wie hoch dieses Niveau überhaupt ist vom kulinarischen Stern weil das scheint ja Bittig sehr hoch angesetzt zu sein, oder?

00:25:49: Ich glaube das Niveau ist selbstverständlich hoch.

00:25:52: Die Höhe des Niveaus wird aber auch beeinflusst von der Qualität der Einreichungen im jeweiligen Flight.

00:25:59: Vielleicht darf ich das noch mal am Beispiel des Honigs sagen, mit dem er mir in diesem Jahr so signifikant im Gedächtnis geblieben ist.

00:26:06: Auf so hohem Niveaux boxend macht dann ein- oder zwei Punkte den Unterschied Und ich glaube nicht, dass es nur die Problematik ist.

00:26:16: Dass man jetzt ein schlechtes Produkt hat weil man da nicht den ersten Platz hat Sondern das wir und das hatte ich ja vorhin schon mal gesagt Einleiten in der Entwicklung der Qualität der Produkte im Wettbewerb.

00:26:29: Das wird nicht ganz einfach Weil's immer besser wird als umfällt.

00:26:33: Aber wenn in einem Flight sowieso zehn Top-Produkte sind Dann ist die Luft einfach eng.

00:26:39: auch für die Jury.

00:26:42: Ich kann für die Jury noch sprechen.

00:26:44: Ich kann mich an eine berühmte späte Nacht erinnern, in der ich mit einem meiner Jury-Kollegen mal zwanzig Minuten über die Qualität von Flaumen muss diskutiert haben.

00:26:53: Ach das kann man!

00:26:54: Wolfram und ich haben zwanzich Minuten über Flauen muss diskutieren um den Sieger zu kühren.

00:26:59: also wir machen uns diese Entscheidung in keinem Fall einfach.

00:27:02: da gibt es Diskussionen und Gott sei Dank ja eben in der unrunden Mitgliederzahl, der Jury dann auch eine Möglichkeit sich nochmal zu präsentieren.

00:27:12: Drei zu zwei

00:27:13: vier zu eins.

00:27:14: Jetzt rechne ich gerade mal nach zwanzig Minuten können Sie schon über Flaumus diskutieren.

00:27:18: wie lange geht denn überhaupt so ne Verkostung bis man denn auch am Ende weiß dieses Produkt bekommt ein Stern und dieses Produkt kann.

00:27:25: ich glaube unser Gesamtrekord liegt natürlich auch daran, dass wir viele Fachgespräche in der Jury führen und austauschen über nicht nur die sensorischen Eindrücke sondern vielleicht noch über Herstellungsformen oder Produktionsarten.

00:27:36: Ich glaube das eine zwölfstündige Sitzung da bisheriger Rekord gewesen ist.

00:27:41: Jetzt wissen Sie was für Produkte in diesem Jahr ausgezeichnet werden?

00:27:45: zum zehntmal verlieenen kulinarischen Stern.

00:27:48: Wenn Sie so zurückblicken auf die ganze Historie, auf die letzten Jahre gibt es da irgendwie ein Beispiel von einem Unternehmen wo dieser Sternoffel etwas komplett verändert hat für das Unternehmen?

00:27:57: Ich glaube dass dürfte die Unternehmen die einen Stern bekommen haben bestätigen.

00:28:03: laut den mir vorliegenden Informationen hat sich nicht nur der Bekanntheitsgrad gesteigert sondern auch in der Regel der Absatz der Produkte.

00:28:10: Es ist ja erlaubt mit und gewünscht mit dem kulinarischen Stern zu werben.

00:28:16: Und nachdem ich ja mitbekomme, wie hier in Sachsen-Anhalt der Kulinarische Stern gewertet und begleitet wird ist es mit Sicherheit so das diese Auszeichnung dazu führt dass sie einem breiteren Publikum bekannt wird, dass sie attraktiver für mehr Menschen wird und vielleicht dann auch noch stärker bekannt und ausprobiert wird.

00:28:35: Und über die Frage einer möglichen Synergie mit der Listung unserer Märkte, dass man auch neuen Markte oder zusätzliche Merke erschließt kommt ja noch ein weiterer Punkt dazu.

00:28:44: Haben Sie denn selbst auch schon nach der Verleihung vom Kulinarischen Stern zu dem Produkt gesagt oder zum Hersteller?

00:28:50: Dich möchte ich auch ganz gerne in meinen Märkten in Hannover haben.

00:28:52: Ja,

00:28:54: das ist schon vorgekommen und das ist ja auch das Schöne!

00:28:57: Das passt zu meinem persönlichen geschäftlichen Idealkonzept Produkte zu verkaufen von denen ich begeistert bin.

00:29:04: nicht alles was sich in meinen Geschäften verkaufe findet meine uneingeschränkte Zustimmung.

00:29:10: Ich bin mit so manchen Convenience-Produkt nicht per du Aber es wird gewünscht und am Ende bin ich Kaufmann.

00:29:17: Und wenn ich ein Geschäft haben würde, in dem ich nur die von mir präferierten Produkte verkaufen würde, glaube ich, würde ich entweder pleite gehen oder aber ich müsste mir vorwerfen lassen dass das ein bisschen Monochrom abgeleitet.

00:29:30: Das ist wie mit Konzertveranstaltern, die praktisch neue Lieblingskünstler auf die Bühne holen und sagen Moment mal Ich finde die gut, aber warum findet ihr den nicht gut?

00:29:37: Warum kommt er denn nicht?

00:29:37: Genau Gibt es in einer Situation, ich fand's herrlicher als Sie gesagt haben, dass sie zwanzig Minuten lang über Flaummus diskutiert haben.

00:29:46: Aber noch eine andere Geschichte, die bei Ihnen so hängen geblieben ist wenn Sie über die Jury-Sitzung der kulinarischen Sterne reden, die Ihnen immer wieder aufploppt was so typisch für solche Veranstaltungen ist?

00:29:57: Also muss ich sagen okay diese Geschichte muss ich immer erzählen weil das ist so hängeblieben bei mir.

00:30:02: Das war so cool!

00:30:03: Das ging vielleicht auch sogar ins Herz.

00:30:07: Also ans Herz geht inzwischen die Tatsache, dass man sich durch die jährliche Zusammenkunft der Jury und die lange Zeit, die man intensiv miteinander verbringt schon sehr gut kennengelernt hat.

00:30:17: Und das ist auch ein Prozesses, in dem wir uns kennengelernen haben... indem wir uns auch gemeinsam entwickelt haben.

00:30:26: und wenn ich heute sehe wie die Jury Arbeit tatsächlich sich gestaltet, dann haben wir in der letzten Jurysitzung ganz besonders gesagt.

00:30:34: Auch wenn wir bei einigen Produkten mal komplett anderer Meinung sein können findet sich immer ein gemeinsamer Konsens.

00:30:43: Man kann manchmal seine Gefühle oder Reaktionen ja nicht zurückhalten.

00:30:48: Robin Piedsch und ich, ein Produkt zu probieren.

00:30:50: Das in seiner Bitterkeit so exorbitant war, dass sich die anderen über unsere Gesichter kaputt gelacht haben weil wir vor der Bitterheit dieses Produktes gar nicht mehr aus den Augen gucken konnten.

00:31:02: Und solche Produkte wie man spontan auf etwas reagiert essen trinken das sind diese Momente.

00:31:08: also ich sehe dieses Foto noch von uns.

00:31:10: hat auch jemanden Foto von gemacht?

00:31:12: Die Erinnerung an Highlights ist aber das, was uns auch so zusammenschweißt.

00:31:17: Dieses Gefühl etwas Besonderes verkosten zu dürfen und zu haben und das auch noch gemeinsam zu erleben.

00:31:23: Aber auch will ich nicht verhehlen wir sind manchmal auch weit auseinander Und das ist auch gut so.

00:31:28: Wir müssen ja die Meinungsvielfalt in der Jury deutlich haben.

00:31:31: Es gibt aber trotzdem eine Grundharmonie, aber trotzdem kann man ja unterschiedlicher Meinung sein.

00:31:35: Wunderbar, davon lebt ja eben so eine Jury-Sitzung.

00:31:38: Und dann am Ende auch das Ergebnis wäre in diesem Jahr den zehnten kulinarischen Sternen verliehen bekommen?

00:31:45: Wann wird es so weit sein?

00:31:46: Sie haben auch schon ganz am Anfang von einer tollen Gala gesprochen, wo das Ganze denn passieren wird... Wir

00:31:50: werden im zehntem, am zehnte Juni in Magdeburg im Gesellschaftshaus die diesjährigen Kulinarische Sterne ver.. Lein und im Anschluss an diese Veranstaltung werden alle bisherigen Gewinner dazukommen.

00:32:03: Und wir gemeinsam eine hoffentlich rauschende Party feiern, es soll Musik geben!

00:32:08: Es gibt wie immer Essen trinken und gute Gespräche.

00:32:10: die Jury wird hoffentlich auch dabei sein können.

00:32:14: Auch da gibt es interessante Gespräche mit den Produzenten in der wir unsere Tätigkeit erklären können, in der auch insbesondere allen gratulieren, die sich in den vergangenen Jahren so eingesetzt haben.

00:32:27: Dass die Produkte sich ja hervorragend entwickeln und einfach auch viel Freude bereiten.

00:32:33: Da Sie jetzt in den letzten zehn Jahren sehr viele Produkte aus Sachsen-Anhalt getestet haben?

00:32:38: Wenn Sie jemand erklären müssen wie Sachsen Anhalt schmeckt funktioniert das noch?

00:32:41: können sie das sagen?

00:32:43: Das kann ich ganz bestimmt!

00:32:45: Und das ist jetzt ja in verschiedenen Produktkategorien schon besonders.

00:32:52: Ich denke die Brote, die Backwaren aus Sachsen-Anhalt unterscheiden sich zum Teil in ihren Rezepturen.

00:33:00: In der Backherstellung von den niedersächsischen... Die Fleisch und Wurstwaren, die Schinken, die Marmeladen.

00:33:09: Sachsen Anhalt ist für mich eine Art Herzküche!

00:33:14: Ich habe das Gefühl dass man aus guten Zutaten mit viel Überlegung an vielen Produktionen schritten wunderschöne Produkte entstehen, die authentisch sind und ihnen nicht viel Brimborium brauchen.

00:33:27: Und mir fällt auf dass hier keiner mit Lila Quadraten in Rosagellé kommt, sondern dass es bodenständige Produkte sind die eine tolle Topqualität haben.

00:33:40: Wo ich sage Ich schmecke auf den ersten Ansatz was das sein soll ob ist das als Eis als Pudding als Joghurt oder als Marmelade ist würde ich immer blind erkennen um welches Produkt es sich handelt.

00:33:53: Das zeichnet Sachsen anhaltienische Produkte für mich aus Also

00:33:56: Bodenständigkeit und sich nicht großartig verstellen aber trotzdem im Umkehrschluss trotzdem irgendwie noch was Besonderes sein, oder?

00:34:02: Ja

00:34:02: genau.

00:34:03: Also können Sie sich noch an einer der ersten Preisträger gerade Sie haben die Kategorie Boot erwähnt vom kulinarischen Stern erinnern und zwar ist auch nur Mühlenbecker aus Düse dau

00:34:13: ganz richtig.

00:34:14: ja was sie eingereicht haben seinerzeit wissen das noch was es war.

00:34:18: Also die Hersteller sind mir alle bekannt.

00:34:21: Da nick ich dann sofort bei den einzelnen Produkten.

00:34:23: in der Zuordnung zu den Herstellern, müsste ich mal überlegen wie viele Produkte es in zehn Jahren waren, die wir jetzt ausgezeichnet aber auch die wir probiert haben.

00:34:31: und selbst mein kulinarisches Gedächtnis lässt mich dann gelegentlich im Stil.

00:34:35: Sie haben da das Wurzelbrot ausgezeichnet und er prankt jetzt direkt an der Bäckerei eben dieser kulinarischen Stern.

00:34:40: Ansonsten gibt es jedes Jahr solche schönen Karten, wo man auch sieht aus deren in der Region gibt's jetzt eben dieses Produkt, das einen kulinarischen Stern bekommen hat.

00:34:48: In dem Jahr haben sie ja auch den Fichtel-Schnapps ausgezeichnete.

00:34:51: Den haben sie dann bestimmt ganz ganz zum Schluss getestet und ausgezeichnt.

00:34:54: natürlich so ein Produkt dass so eine dominierende Aroma hat.

00:34:58: Das muss man an den Schlüssel eines Flight sitzen.

00:35:01: Bei uns gibts jetzt zum schluss kein Schnaps.

00:35:04: Aber die Frage, die ich jeden ganz zum Schluss stelle.

00:35:08: Welches Produkt auch Sachsen anhalt und es darf wirklich nur eins sein würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?

00:35:16: Ich würde in nicht unbedeutendem Menge Baumkuchen mitnehmen!

00:35:22: Ich liebe Baumkuchen, ich schätze seine unglaublich aufwendige und intensive Herstellung.

00:35:27: Ich schätze die Ehrlichkeit des Produkts, ich Schätze die Mörbheit, die Aromenvielfalt.

00:35:35: Und wenn ich genügend Baumkuchen mitnehmen würde, könnte ich mich vermutlich irgendwann auf den Floh setzen, dass ich aus diesem Baumkuch bauen könnte.

00:35:43: Schönes Bild!

00:35:44: Aber bis dahin würde ich den Baumkuhn erst mal essen werden.

00:35:46: Ach das wird jetzt sehr lecker.

00:35:48: Ja, dunkler oder helle Schokolade?

00:35:49: Ich bin eher für Dunkle.

00:35:50: Ich liebe Zartpitter-Schokolade.

00:35:51: Gut,

00:35:52: super.

00:35:52: Dankeschön Jens Seegebrecht.

00:35:54: Vielen herzlichen Dank für den Blick hinter die Kulissen der Verleihung vom kulinarischen Stern.

00:35:59: CETA Juni ist es soweit und danach, Sachsen-Anhalt ist insgesamt lecker und einige Produkte werden eben seit zehn Jahren auch mit diesem Stern ja ausgezeichnet.

00:36:07: dafür sind sie mit vier anderen Jurymitgliedern verantwortlich.

00:36:10: ganz ganz lieben Dank für diesen kleinen Einblick.

00:36:12: ich bedanke mich auch ganz herzlich für die Einladung und die Gelegenheit hier ein bisschen die Tätigkeit der Jury näher bringen zu können.

00:36:19: vielen dank dafür.

00:36:21: Im nächsten Podcast erinnern wir uns so über Leckereien.

00:36:23: Baumkuchen haben Sie gerade schon erwähnt, das ist jetzt nicht unbedingt im Portfolio der Familie aber Papageinkuchen, Muffins und Waffeln sowie Brownies

00:36:30: und auch

00:36:31: Tortenmehl.

00:36:32: Der Geschäftsführer der Kathireiner Thiele-Gehenbeharrter Marco Thiele ist zu Gast und wird einiges aus der jetzt seventyfünfjährigen Familien Tradition erzählen hier bei Tapper Trift Und bis dahin könnt ihr gerne die bisherigen Folgen hören, bewerten dem Podcast abonnieren.

00:36:48: Wir müssen auf jeden Fall freuen!

00:36:49: Eine schöne Zeit.

00:36:51: Danke noch mal!

00:36:52: Vielen

00:37:02: Dank!

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